Tipps für Paten

Welche Aufgaben fallen in einer Patenschaft ggf. an? Wo bekomme ich als Pate/Patin Unterstützung? Wie bin ich versichert? Antworten auf derartige Fragen finden Sie hier…

Unsere Patenmappe...

…wird Ihnen zu Beginn der Patenschaft vom Sozialamt ausgehändigt und erleichtert den Einstieg. So dient sie vor allem in der Anfangszeit als wichtiger Leitfaden, der besagt, was erledigt werden und worauf geachtet werden muss.

Zudem enthält sie alle wichtigen Adressen, Kontaktdaten und Öffnungszeiten von relevanten Institutionen, Beratungsstellen, Kleiderkammern und Co.

Die Mappe gibt es sowohl in gedruckter als auch digitaler Form. Praktisch: Bei letzterer lassen sich Links direkt aufrufen.

Aller Anfang...

 ist das gemeinsame „Kennenlernen“, zu dem wir Sie ermutigen möchten! Gehen Sie offen auf die Menschen zu und haben Sie keine Scheu vor Sprachhürden. Die erste Begegnung erfolgt meist bei Ankunft der Geflüchteten in ihrer Wohnung. Um Ihrem Gegenüber die Angst zu nehmen, sollten Sie deutlich machen, dass Sie nicht von einem Amt kommen, sondern freiwillig helfen. Vielleicht bringen Sie ja einen Kuchen oder paar Blümchen zur Begrüßung mit…

Im weiteren Verlauf ist die unten stehenden Checkliste hilfreich. Diese finden Sie auch in unserer Patenmappe. Darüber hinaus bitten wir, über das Verhalten im Notfall aufzuklären sowie den folgenden Hinweis zu beachten.

WICHTIG!!!

Bei allen relevanten Dokumenten, die im Beisein der Geflüchteten erstellt werden oder auf die sie antworten, sollten ihre Namen und (Geburts-)daten immer auf einheitliche Weise geschrieben sein. Andernfalls kann es Probleme bei ihrer Identifikation und somit beim Asylverfahren geben! Das gilt auch für die Beschriftung des Briefkastens: am besten hier die Schreibweise nehmen, mit der die Geflüchteten beim Amt registriert sind – damit wichtige Unterlagen auch ankommen!

VERHALTEN IM NOTFALL

Bitte vermitteln Sie:

  • die Notfallrufnummern für Feuerwehr/Rettungsdienst 112 und Polizei 110
  • die Kontaktdaten des DRK-Krankenhauses Mölln-Ratzeburg: 04541 – 840, Röpersberg 2, 23909 Ratzeburg.
  • den ärztlichen Bereitschaftsdienst ­– Rufnummer 116 117: hilft am Abend, in der Nacht sowie an Wochenenden & Feiertagen bei nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen.

Checkliste / Empfehlenswert

  1. Hilfsmitteln wie Bildwörterbücher & Übersetzungsprogramme auf Handy, Tablet, etc.

  2. Kontaktdaten untereinander austauschen (wann erreichbar, wie?)

  3. Ermitteln, was an Hausrat, Kleidung & Co. benötigt wird. Die Grundausstattung wie Küche, Betten, Schrank, Tisch etc. wird in der Regel vom Amt gestellt. Alles weitere lässt sich meist über Kleiderkammern, Sozialkaufhäuser oder den E-Mail-Verteiler von Flisanu organisieren

  4. Die wichtigsten Punkte der Hausordnung erklären

  5. Zeigen Sie, wie der Müll entsorgt wird, und wo der Briefkasten ist

  6. Die richtige Bedienung von Geräten wie (Induktions-)Herd, Waschmaschine etc. erklären

  7. Klären, ob es einen funktionierenden Internetzugang vor Ort gibt

  8. Sichten Sie gemeinsam wichtige Dokumente (BAMF, Ausländerbehörde oder sonstige Ämter)

  9. Nachfragen, ob alle Angehörigen beim Amt registriert sind. Männer & Frauen sollten ein Dokument inkl. Lichtbild bei sich tragen, mit dem sie sich unabhängig voneinander ausweisen können

  10. Auf einer Landkarte der Region die wichtigsten Anlaufstellen markieren

  11. Einkaufsmöglichkeiten und wichtige Institutionen wie das Sozialamt und die Ausländerbehörde zeigen bzw. dort die ersten Male gemeinsam hingehen

  12. Hinweis auf möglichen Probefeueralarm geben, da die Sirenen sonst unnötige Angst auslösen

  13. Bei Haustieren ist zu klären, ob diese vom Vermieter akzeptiert sind und ggf. nachgeimpft werden müssen (die Ukraine gilt bspw. als Risikogebiet für Tollwut)

  14. Ggf. Unterstützung bei der der Befreiung von der Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ). Siehe hierzu https://flisanu.de/wissenswertes/internet-handy-tv/

Worüber möchten Sie mehr erfahren?

Wo erhalte ich Unterstützung?

  • Bei der Koordinatorin für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe vom Amt Sandesneben-Nusse:
    Tanja Schwaermer-Reich | Tel. 04536 – 1500-141 | E-Mail
  • Bei Flisanu direkt: E-Mail
  • Aufnahme in den Mail-Verteiler von Flisanu – Ansprechpartner: Jonathan Johannes Düring – E-Mail
  • Beim Pat*innenstammtisch, ca. alle 4 bis 6 Wochen – Termine werden per Mail sowie über diese Website bekannt gegeben.
  • Beim Orga-Treff unserer Initiative: Nach Möglichkeit jeden 2. Dienstag im Monat, 18. 30 Uhr | Neues Pastorat, Rehbrook 2 | Sandesneben
  • Kollegiale Beratung für Ehrenamtliche: Details hierzu finden Sie in unserer Patenmappe
  • Bei unseren interkulturellen Cafés
  • Durch Dolmetschern & Sprachmittler Kontakte dazu finden Sie gleichfalls in der Patenmappe sowie auszugsweise auf dieser Website

Bekomme ich als Pate/Patin Fahrtkostenerstattungen?

Fahrtkosten gehen meist zu eigenen Lasten (gelegentlich gibt es eine Entschädigung). Durch Fahrgemeinschaften sowie den Bürgerbus versuchen wir zudem, den Aufwand so gering wie möglich zu halten.

Brauche ich als Pate/Patin ein Führungszeugnis?

Da es sich bei unserer Initiative nicht um einen Verein oder eine andere Körperschaft handelt, ist die Tätigkeit als Pate/Patin an keinerlei formalen Bedingungen geknüpft.

Welche Impfungen sind für mich wichtig?

Generell empfiehlt sich, seinen Impfschutz regelmäßig aufzufrischen – auch ohne den Kontakt zu Menschen aus anderen Ländern. Einen Überblick zu relevanten Impfungen finden Sie hier:

Wie bin ich versichert?

Informationen und Links hierzu halten wir in dem Menüpunkt „Finanzen & Versicherungen“ bereit.

Beratung & Informationen

Wie läuft ein Asylverfahren ab? Wie kann ich mich ehramtlich engagieren? Und was muss ich als Flüchtling in Deutschland wissen? Antworten zu diesen und ähnlichen Fragen geben Beratungsstellen, Willkommensplattformen, Wegweiser und Flyer. Hier die wichtigsten Adressen und Links dazu …

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Sprachservice

Im Folgenden finden Sie eine Sammlung nützlicher Informationen und Links zu Dolmetschern, Übersetzungshilfen, Wörterbüchern & Sprachführern, speziellen Angeboten für Kinder, digitalen Sprachkursen sowie Unterrichtsmaterialien.

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Für Ehrenamtliche und Geflüchtete

Vorträge, Fortbildungen, Lesungen, Workshops: Ehrenamtlichen Helfer*innen und anderen Engagierten in der Flüchtlingshilfe wird in Norddeutschland eine Menge geboten. Dabei richten sich viele der Veranstaltungen auch an Geflüchtete. Hier eine Auswahl…

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