Gesundheit

Was ist im Notfall zu tun? Wo findet man einen geeigneten Arzt? Wie erhalte ich sprachliche Unterstützung für Arzt- und Apothekenbesuche? Antworten zu diesen und weiteren Themen wie Impfungen oder auch die Regelung der Kostenübernahme finden Sie hier.

Verhalten im Notfall

  1. Wichtig für Pat(inn)en: Bitte vermitteln Sie die Notfallrufnummer von Feuerwehr + Rettungsdienst 112 sowie die Notfallrufnummer der Polizei 110

  2. Die Ärztliche Notfallversorgung des DRK-Krankenhauses am Wochenende und in den Abendstunden sollte gleichfalls bekannt sein: DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg |  Telefon: 04541 – 884-0 | Röpersberg 2 | 23909 Ratzeburg

  3. Ein Leitfaden für den psychiatrischen Notfall im Kreis Herzogtum-Lauenburg ist über das Sozialamt Sandesneben-Nusse erhältlich.

  4. Hinweise zur medizinischen Versorgung von Asylsuchenden in Krankenhäusern finden sich zum Download auf den Seiten der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft.

Planbare Arztbesuche

… sind derzeit noch mit dem Sozialamt Sandesneben-Nusse abzustimmen. Dort erhalten Flüchtlinge einen Krankenschein (gilt für ein Quartal), der vor dem Arztbesuch ausgestellt werden muss. Unabhängig davon werden sie unmittelbar nach ihrer Ankunft bei der Barmer GEK Schleswig-Holstein angemeldet, von der sie etwa 3 Wochen später auch ihre elektronische Gesundheitskarte erhalten. Für die Karte müssen alle Personen ab dem 15. Lebensjahr Passfotos abgeben. Die Karten sind bei Anerkennung oder Umzug übrigens beim Sozialamt zurück zugeben.

… sind mit dem Sozialamt im Voraus abzustimmen.

Ggf. ist es sinnvoll für einen Arztbesuch einen Sprachmittler zu organisieren. Alternativ/ergänzend dazu sind auch die Übersetzungshilfen für Arzt- und Apothekenbesuche auf dieser Seite hilfreich.

Zur Gesundheitskarte: Da diese per Post versendet wird, ist es wichtig, dass die Vor- und Nachnamen aller Familienmitglieder der Flüchtlingsfamilie die Sie betreuen, gut leserlich auf dem Briefkasten stehen!

Suche nach einem geeigneten Arzt

Adressen regionaler, fremdsprachiger Ärzte

Adressen regionaler, fremdsprachiger Ärztefinden Pat(inn)en unserer Initiative in unserer Patenmappe. Sie enthält eine entsprechende Liste.

Im Leitfaden für den psychiatrischen Notfall im Kreis Herzogtum-Lauenburg, der über das Sozialamt Sandesneben-Nusse bezogen werden kann, gibt es weitere Adressen. Unabhängig davon können wir über unsere Initiative auch homöopathische Hilfe organisieren.

Patiententelefon

Medizinisches Fachpersonal hilft bei der Suche nach einem fremdsprachigen Arzt, einer Selbsthilfegruppe oder anderen Fragen. Diagnosen werden hier allerdings nicht gestellt. Das Patiententelefon ist ein Service der Ärztekammer Schleswig-Holstein und der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holsteins.

Rufnummer: 04551– 803308

Medibüros Lübeck und Kiel

Kostenlose medizinische Hilfe für Flüchtlinge und Migrant(innen) ohne Zugang zur Gesundheitsversorgung vermitteln das Medibüro Kiel sowie das  Medibüro Lübeck.

 

 

Bundesweite AG der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge & Folteropfer

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. hilft Menschen, die unvorstellbares Leid erlebt haben und schwer traumatisiert sind.

Telefon 030 – 31012463 | Mail | Homepage

Sprachliche Hilfe bei Arzt- und Apothekenbesuchen

Kostenfreies Dolmetscher-Angebot für Arztpraxen in SH

„Die ife Gesundheits-AG (Telearzt-Zentrum) hat Sprachmittler eingestellt, die telefonisch für Übersetzungen bei Arztbesuchen von Flüchtlingen zur Verfügung stehen.“ Über die unten genannte Rufnummer erreichen die Praxen die Zentrale, welche sie umgehend mit einem Sprachmittler verbindet oder einen kurzfristigen Rückruftermin vereinbart. Arztpraxen, Rettungsdienste und Gesundheitsämter in Schleswig-Holstein können diesen Service kostenfrei nutzen. Quelle: kvsh.de

Nutzungszeiten: Mo., Di., Do., Fr. 9.00 bis 17.30 Uhr, Mi. 9.00 bis 13.00 Uhr

Telefon: 04526 – 381 370 | Sprachen: Arabisch, Kurdisch, Türkisch, Russisch

Anamnesebögen in zahlreichen Sprachen

Anamnesebögen in zahlreichen Sprachen können bei Arztbesuchen gleichfalls hilfreich sein. Sie werden vom Verein „Armut und Gesundheit in Deutschland“ angeboten.

Fragebogen für Apotheken-/Arztbesuch in Deutsch-Arabisch & Deutsch-Persisch

Einen zweiseitigen Fragebogen in Deutsch-Arabisch bzw. Deutsch-Persisch, der beim Artz-/Apothekenbesuch hilfreich sein kann, gibt es hier.

Flyer in 12 Sprachen zum Apothekensystem

„Wie funktionieren deutsche Apotheken und wie bekommen Patienten Medikamente? Was ist der Unterschied zwischen verschreibungspflichtigen und apothekenpflichtigen Arzneimitteln? Was kosten Medikamente? Zu diesen und weiteren grundlegenden Fragen hat die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände fremdsprachliche Flyer veröffentlicht. Quelle: www.abda.de

Stichworte: Leistungen & Kostenübernahme

Während der ersten 15 Monate ihres Aufenthalts greift das Asylbewerberleistungs-Gesetz (§ 4 AsylLG). Hier erhalten Flüchtlinge nur eine Schmerzbehandlung, also Leistungen unterhalb der Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherungen. Die Kosten für die medizinische Versorgung werden aktuell noch von den Kommunen übernommen.

Erst nach Ablauf der 15 Monate erhöht sich ihr Krankenversicherungsanspruch auf den eines gesetzlich Versicherten. Dann greift das Sozialgesetzbuch (§ 264 SGB V und § 26 SGB II)

Siehe hierzu auch den den Beitrag von Pro Asyl zum Asylbewerberleistungs-Gesetz sowie den Beitrag der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein „Medizinische Versorgung von Asylbewerbern“.

Stichwort: Impfungen

Mehrsprachige Informationen, Aufklärungsbögen zum Impfen sowie Impfkalender hält das Robert Koch Institut bereit.

Informationen zu Impfungen/dem Infektionsrisiko für Ehrenamtliche stehen in unseren Tipps für Pat(inn)en.

Weitere Informationen

Infos zur ärztlichen Versorgung von Flüchtlingen

Informationen zur ärztlichen Versorgung von Flüchtlingen findet man auf der Hompage der Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein.

Mehrsprachiger Ratgeber Gesundheit für Asylsuchende

Das Bundesministerium für Gesundheit hat einen kostenlosen Ratgeber in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch, Paschtu) inkl. Impfausweis herausgegeben.

Hier geht’s zum Download des Ratgebers und weiteren Infos.

Achtung: Risiko einer Pilzvergiftung bei Flüchtlingen besonders hoch!

In Syrien scheint es wohl einen essbaren Pilz zu geben der dem giftigen Knollenblätterpilz zum Verwechseln ähnelt. Informationen hierzu sowie fremdsprachige Aufklärungsposter gibt es hier.

Bundesstiftung "Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens"

Die Bundesstiftung „Mutter und Kind“ hilft schwangeren Frauen und Müttern in Notlagen auf unbürokratischem Weg mit ergänzenden finanziellen Hilfen – so ihre eigene Aussage. Sie bietet auch ein Faltblatt in verschiedenen Sprachen mit den wichtigsten Informationen zum Thema.

Ratgeber: Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen

Die BundesPsychotherapeutenKammer (BPtK) bietet einen kostenlosen Ratgeber zum Download an mit dem Thema: „Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen“. Er richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Helfer, die wissen möchten, wie sich traumatische Erkrankungen bemerkbar machen und wie sie mit Menschen, die Schreckliches erlebt haben, umgehen.

Ämter & Rechtliches

Die Wege der Bürokratie sind nicht immer leicht zu gehen. Wer ist wann zuständig? Wo findet man rechtliche Hilfe? Und was ist Wissenswert rund um Asylrecht & Co.? Mit Links und Infos dazu wollen wir helfen …

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Tipps für Paten

Wo bekomme ich Unterstützung? Brauche ich ein Führungszeugnis? Auf solche und ähnliche Fragen finden Sie hier Antworten …

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Finanzen & Versicherung

Wie können Flüchtlinge ein Girokonto eröffnen? Wie sind Flüchtlinge versichert? Geschieht das automatisch oder muss man sich selbst kümmern? Diese und andere Fragen wollen wir Ihnen hier beantworten …

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