Wichtig für Kinder & Jugendliche

Ob KiTa, Grund- und Gemeinschaftsschule, DaZ-Kurs oder Nachhilfe – rund um die Betreuung und Förderung von Flüchtlingskindern gibt es viel Wissenswertes …

Anmeldung im Kindergarten

Flüchtlingskinder, deren Eltern eine Aufenthaltsgestattung oder Duldung vorlegen können, haben nach § 24 SGB VIII einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Als Pate/Patin sollten Sie diese Kinder in nahegelegenen Kindergärten frühzeitig anmelden – auch mit Blick auf Wartelisten.

Weiterführende Informationen zur Betreuung und sprachlichen Förderung von Flüchtlingskindern in Kitas finden Sie auf den Willkommensseiten von Schleswig-Holstein.
Als Information für Eltern aus anderen Kulturkreisen hat das hessische Ministerium für Soziales und Integration ein mehrsprachiges Filmprojekt initiiert. Die Filme stehen unter anderem auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Farsi zur Verfügung.

Anmeldung in der Schule

Alle Kinder in unserem Land sind schulpflichtig. Die Schulpflicht besteht bei Flüchtlingskindern nach dem 3. Monat ihres Aufenthaltes in Deutschland. Diese sollten so schnell wie möglich in Grundschulen (1.-4. Klasse) bzw. Gemeinschaftsschulen (ab. 5. Klasse) angemeldet werden. Dafür muss vor Ort ein Formular ausgefüllt werden, dass die Erziehungsberechtigten unterschrieben müssen! Anschließend erhalten die Eltern eine Benachrichtigung vom Schulamt, wann und wo der vorbereitende DaZ-Kurs (siehe weiter unten) startet.

Homepage der Grundschule Nusse 

Homepage der Grund- und Gemeinschaftsschule Sandesneben 

Tipps für Pat(inn)en

Stichwort KiTa
In vielen Ländern gibt es keine Kindergärten. Pat(inn)en sollten daher frühzeitig mit den Flüchtlingseltern über die Vorteile von Kindergärten reden – gerade im Hinblick auf Integration und Chancengleichheit. Zudem empfiehlt sich ein gemeinsames Gespräch mit dem Personal der Einrichtung.

Stichwort Schule
Als Patin/Pate sollten Sie zudem die Benachrichtigung für den DaZ-Kurs (siehe unten) im Blick behalten. Außerdem bitten wir Sie, die Kinder und Eltern am ersten Schultag zur Schule zu begleiten und dabei Schulwege sowie ggf. Busverbindungen zu erklären.

Deutsch als Zweitsprache: DaZ-Kurs

In jedem Kreis und in jeder kreisfreien Stadt gibt es DaZ-Zentren. Hier erhalten Kinder und Jugendliche, die über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen, eine intensive Sprachförderung durch speziell ausgebildete Lehrkräfte. Die DaZ-Zentren arbeiten nach einem mehrstufigen Modell: Nach einer „Sprachstandserfassung“ und einem Elterngespräch nehmen die Schüler(innen) zunächst an einem Basiskurs teil. Anschließend bekommen sie – je nach Alter und Leistung – eine Empfehlung für die weiterführende Regelschule, welche sie fortan besuchen. Ergänzend hierzu erhalten sie wöchentlich vier bis sechs Stunden Sprachunterricht durch DaZ-Lehrkräfte (Aufbaustufe). In der dritten Stufe übernehmen dann die Lehrkräfte der Regelschule die Sprachförderung (etwa zwei Std. pro Woche).

DaZ-Zentren im Kreis Herzogtum-Lauenburg

Antrag auf Unterstützung

Einen Antrag auf Unterstützung für den persönlichen Schulbedarf, Ausflüge, gemeinschaftliches Mittagessen in Schule/KiTa, Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben finden Sie als Download hier. Wichtig: Die Auszahlung der Unterstützung für den Schulbedarf muss jeweils für Februar  (30,-Euro) und August (70,- Euro) neu beantragt werden. Der ausgefüllte Antrag wird im Sozialamt abgegeben.

Übrigens: In dem Menüpunkt „Wohnen & Mobilität“ finden Sie unter dem Stichwort „Öffentliche Verkehrsmittel“ Musteräntrage auf Deutsch, Arabisch und Farsi sowie mehrsprachige Ausfüllhilfen zur Übernahme der Beförderungskosten von Schülern.

Nachhilfe

Mit „Sprachklar“ und „Sprachklar Plus“ bietet die Diakonie Nachhilfe für Schüler(innen) an. Unabhängig davon können Pat(inn)en bei Bedarf auch eine konkrete Anfrage per Mail an unseren Verteiler stellen. Übrigens: In der Rubrik Sprachservice finden Sie ergänzende Angebote für Kinder zum Erlernen der deutschen Sprache, eine App zum Download oder kostenlose Ausmalbilder.

Mehrsprachige Eltern-Infos

„Für eine gemeinsame Vertrauensbasis … ist ein regelmäßiger Austausch von Elternhaus und Bildungseinrichtung unabdingbar. Das Konzept … ‚Lernzeit gemeinsam gestalten’ wird dieser Anforderung als Werkzeug für Pädagogen und Eltern durch leicht verständliche Sprache, ansprechende Beispiele, zahlreiche Illustrationen und individuell wählbare Module gerecht…. Lern- und Entwicklungsschritte des Kindes können über drei Kita- und vier Grundschuljahre begleitet und bestmöglich zwischen den Bildungspartnern ausgetauscht werden und leisten so einen wichtigen Beitrag zu einer gelungenen Integration.“ (Quelle: Vodafone Stiftung). Hier geht’s zum kostenlosen Download des mehrsprachigen Elterninformationsmaterials.

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